Abgekürzte Leibrente

Bei der abgekürzten Leibrente handelt es sich um eine spezielle Form der Rentenversicherung. Im Normalfall werden Rentenversicherungen in jungen Jahren abgeschlossen und bis zum Rentenalter bespart. Wenn der Versicherungsnehmer das Rentenalter erreicht, bekommt er eine, vorher im Versicherungsvertrag festgelegte, monatliche Rente. Bei vielen privaten Rentenversicherungen ist es so, dass die Rentenzahlungen auch dann weiterlaufen, wenn der Versicherte verstirbt. Die Ansprüche gehen im Todesfall auf Hinterbliebene über. Das ist bei der Leibrente jedoch nicht der Fall. Das besondere Merkmal der Leibrente ist, dass sie ausschließlich an die versicherte Person ausgezahlt werden kann und nicht übertragbar ist. Die normale Leibrente wird bis zum Ableben der versicherten Person ausgezahlt. Daraus folgt, dass die Leibrente mit dem Tod der Bezugsperson endet. Für die Versicherungsgesellschaft ist ein frühes Ableben der bezugsberechtigten Person daher wirtschaftlich vorteilhafter. Die abgekürzte Leibrente funktioniert ähnlich. Sie unterscheidet sich jedoch im Hinblick auf die Dauer der Rentenzahlungen von der gewöhnlichen Leibrente.

Eine festgelegte Bezugsdauer charakterisiert die abgekürzte Leibrente

Auch bei der abgekürzten Leibrente handelt es sich um eine Rentenversicherung. Mit Eintritt in das Rentenalter erfolgt auch hier die Zahlung einer monatlichen Rente. Das Kapital wird jedoch nicht bis zum Ableben der versicherten Person gezahlt. Bei der abgekürzten Leibrente ist die Bezugsdauer vertraglich befristet. Das bedeutet, dass die Rente nur für den Zeitraum gezahlt wird, der im Vertrag festgelegt ist. Allerdings endet die Rentenzahlung bei der abgekürzten Leibrente sofort mit dem Ableben der versicherten Person. Wurde im Vertrag vereinbart, dass die versicherte Person bis zu ihrem 80. Lebensjahr monatlich eine Rente in Höhe von 1000,00 EUR bezieht und die versicherte Person stirbt schon mit 75 Jahren, so fließt das restliche Geld aus der Rentenversicherung an die Versicherungsgesellschaft. Die abgekürzte Leibrente eignet sich vor allem für Alleinstehende, da die Rentenansprüche nicht an Dritte übertragen werden können.

Die Besteuerung der abgekürzten Leibrente

Die Rentenbezüge, die Versicherte aus der Leibrente erhalten, müssen teilweise versteuert werden. Steuerpflichtig sind in diesem Zusammenhang allerdings nur die erwirtschafteten Erträge. Das eingezahlte Kapital ist steuerfrei. Hat ein Versicherter also 150.000,00 EUR Kapital angespart und 30.000,00 EUR Zinserträge auf das angesparte Kapital erhalten, müssen nur die 30.000,00 EUR versteuert werden. Die abgekürzte Leibrente ist, im Gegensatz zur normalen Leibrente, steuerlich vorteilhafter, da sie in der Regel früher endet.