Bausparvertrag

Der Bausparvertrag gehört in der heutigen Zeit in das Portfolio eines jeden Bankkunden. Der Bausparvertrag dient dazu, langfristig Vermögen für das Eigenheim anzusparen und gleichzeitig einen Anspruch auf zinsgünstige Darlehen zu erwerben. Es gibt seit einigen Jahren außerdem Bausparverträge, die speziell auch zur Altersvorsorge genutzt werden können. Dabei handelt es sich um „Wohn-Riester“.

Bausparvertrag abschließen und staatliche Zulagen bekommen

Jeder Sparer sollte einen Bausparvertrag abschließen, um die Zulagen vom Staat zu bekommen. Bei diesen Zulagen handelt es sich um die Wohnungsbaumprämie und die Arbeitnehmersparzulage. Werden vermögenswirksame Leistungen in den Bausparvertrag eingezahlt, zahlt der Staat jährlich die Arbeitnehmersparzulage. Sparer bekommen 9 % Arbeitnehmersparzulage auf maximal 470,00 EUR. Das entspricht einem jährlichen Betrag von 42,30 EUR. Zusätzlich zahlt der Staat einen Bonus in Form der Wohnungsbauprämie. Bausparer, die ihren Vertrag regelmäßig mit eigenen Einzahlungen besparen, können jährlich einen Bonus von 8,8 % auf maximal 512,00 EUR erhalten. Das entspricht einer Wohnungsbauprämie von 45,06 EUR. Wer die maximale Prämie ausschöpft, bekommt vom Staat somit jährlich 87,36 EUR geschenkt.

Der Bausparvertrag als Instrument zur Zinssicherung

Besonders interessant ist der Bausparvertrag im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung. Der ursprüngliche Zweck eines Bausparvertrages ist, über einen längeren Zeitraum sukzessive Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Kunden, die zum Beispiel 20.000,00 EUR im Bausparvertrag angespart haben, können die gleiche Summe als zinsgünstiges Darlehen von der Bausparkasse bekommen. Das Darlehen muss allerdings für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden. Der Zinssatz des Darlehens steht bei Abschluss des Bausparvertrages fest, ist sehr niedrig und kann daher hervorragend zur Sicherung der Zinsen genutzt werden. Bausparverträge sind auch geeignet, um im Rahmen einer Baufinanzierung mit dem Guthaben und dem Bauspardarlehen Teile des teuren Bankdarlehens abzulösen. In diesen Fällen wird der Bausparvertrag in ein Tilgungsaussetzungsdarlehen integriert.

Der Bausparvertrag als Altersvorsorgeprodukt

Kunden haben auch die Möglichkeit, den Bausparvertrag für die eigene Altersvorsorge zu nutzen. Es gibt spezielle Verträge, bei denen Sparer die Riester-Zulagen in den Vertrag einfließen lassen können. Das bedeutet, dass ganz normal ein Bausparvertrag bespart wird. Am Ende des Jahres fließen die Prämien der Riester-Rente jedoch in den Bausparvertrag und erhöhen somit das Guthaben. Bei diesem Produkt handelt es sich um Wohn-Riester. Sparer können bei dieser Variante wählen, ob sie das Bausparguthaben für den Wohnungsbau verwenden oder sich am Ende verrenten lassen. Auch bei dieser Variante kann übrigens das zinsgünstige Darlehen in Anspruch genommen und sogar mit den Riester-Zulagen getilgt werden.