Vermögensverwaltung

Unter der Vermögensverwaltung kann die Verwaltung des Vermögens einer Privatperson oder eines Unternehmens durch Dritte verstanden werden. Das bedeutet, dass Privatpersonen oder Unternehmen sämtliche Anlageentscheidungen hinsichtlich ihre Vermögens einem Vermögensverwalter übertragen. Der Vermögensverwalter fungiert dabei nicht nur als Berater, sondern trifft selbstständig Entscheidungen und versucht auf diese Weise, das Vermögen seiner Kunden zu vergrößern. Die Begriffe „Vermögensverwaltung“ und „Asset Management“ werden synonym verwendet.

In Deutschland ist der Begriff des Vermögensverwalters nicht rechtlich geschützt. Aus diesem Grund gehören Vermögensverwalter nicht immer auch Finanzdienstleistungsunternehmen an. Vermögensverwalter benötigen jedoch die Erlaubnis der BaFin, um tätig zu werden. Häufig treten jedoch Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen als Vermögensverwalter auf. Hinsichtlich der Tätigkeit der Vermögensverwalter ist eine klare Abgrenzung zur gewöhnlichen Anlageberatung erforderlich. Banken, die für einen Kunden die Verwaltung seines Vermögens übernehmen, treten nicht nur als Anlageberater auf. Vielmehr sind Vermögensverwalter Anlageberater und Entscheidungsträger in einer Funktion.

Die Vermögensverwaltung für Privatpersonen

Meistens entscheiden sich vermögendere Privatpersonen dazu, einen Vermögensverwalter zu engagieren. Der Grund dafür ist, dass diese Privatpersonen meistens keine Zeit oder kein Interesse haben, sich selbst um ihr Vermögen zu kümmern. Privatkunden können sich an mittelständische Banken wenden und mit dem Vermögensverwalter absprechen, worauf sie im Sinne der optimalen Verwaltung ihres Vermögens Wert legen. Der Vermögensverwalter wird dann, im Interesse des Kunden, versuchen, das Vermögen bestmöglich zu verwalten. Private Vermögensverwalter unterscheiden sich von den Verwaltern großer Investmentfonds. Die Verwalter privater Portfolios verfolgen ausschließlich das Interesse der jeweiligen Privatpersonen. Fondsverwalter verfolgen dagegen die Interessen der Fondsgesellschaften und aller Kunden, die in den jeweiligen Fonds investieren.

Während der Vermögensverwaltung stehen Finanzdienstleister häufig in einem Interessenskonflikt. Banken wollen nämlich in erster Linie ihre eigenen Produkte verkaufen und Provisionen erwirtschaften. Die eigenen Finanzprodukte stellen für den Kunden, für den das Vermögen verwaltet wird, allerdings nicht immer den größten Nutzen dar.

Die Vermögensverwaltung für Unternehmen

Die Vermögensverwaltung für Unternehmen unterscheidet sich von der Verwaltung des Vermögens für Privatpersonen. Bei Unternehmen steht die Verwaltung des gebundenen Kapitals im Vordergrund der Verwaltung. Ziel der Vermögensverwaltung ist es, den erfolgreichen Geschäftsbetrieb sicherzustellen. Das Ziel der Vermögensverwaltung ist es außerdem, mit dem gegebenen Kapital einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen oder mit möglichst wenig Kapital einen gegebenen Ertrag zu erwirtschaften.